Am Thema automatische Tradingsysteme scheiden sich die Geister. Die Einen sagen, „das ist Teufelszeug“ und die anderen meinen, es sei die Zukunft.
Die Wahrheit liegt vielleicht – wie so oft – irgendwo dazwischen und Tatsache ist: Ein Großteil der Finanzgeschäfte werden heutzutage bereits vollautomatisiert abgewickelt. Zudem kommen täglich neue Tradingsysteme auf den Markt, denn es sind letztendlich Produkte, für die eine große Nachfrage besteht.
Der Vorteil dieser Systeme liegt auf der Hand: Sie werden installiert und laufen von alleine – wenigstens so lange noch Geld auf dem Trading Konto ist. Der Nutzer braucht nicht einzugreifen, denn alles läuft vollautomatisch. Das spart natürlich Zeit und Fehler des Traders sind dadurch ebenfalls ausgeschlossen.
Klingt doch also eigentlich alles sehr gut, oder?
Auf den ersten Blick sicher schon, doch schauen wir uns 3 ganz große Schwachstellen an:
- Keine Reaktion auf die Marktbedingungen
Ein Tradingsystem ist immer auf besondere Marktbedingungen zugeschnitten. Befinden wir uns Beispielsweise in einem steigenden Trend, wird ein Tradingsystem dass auf Seitwärtsphasen ausgelegt ist nicht mehr funktionieren. Das ist Fakt.
Meistens ist es sogar so, dass ein automatisches Handelssystem genau immer dann neu angeboten wird, wenn es in die gerade vorherrschenden Marktbedingungen passt. Die Hersteller solcher Systeme sind nicht dumm und wollen die Gunst der Stunde nutzen. Dreht dann aber der Markt, ist es vorbei und auch die Verluste sind dann sozusagen vorprogrammiert.
- Ein Katastrophales Chance/Risikoverhältnis
Weiter wollen die Verkäufer den zukünftigen Nutzer natürlich auch damit locken, dass die Trefferquote dieser Systeme erstaunlich hoch sei. In den allermeisten Fällen ist dies tatsächlich so, aber nur auf Kosten eines absolut katastrophalen Chance/Risikoverhältnisses (CRV).
Die möglichen Verluste der Verlusttrades sind im Verhältnis zu den möglichen Gewinnen der Gewinntrades meist um ein vielfaches höher. Wer sich ein wenig mit der Materie auskennt, der weiß, dass damit selbst eine kurze Durststrecke nicht zu überstehen ist.
Überhaupt sollte ein Tradingsystem, meiner Meinung nach, immer ein positives CRV aufweisen um profitabel an der Börse arbeiten zu können.
- Und wenn die Technik versagt?
Ja, es geht beim Traden um dein Geld und was ist wenn die Technik dieses tollen automatischen Systems versagt und munter weiter zockt – ohne dass du den Fehler bemerkst? Bekommst du dann dein Geld vom Anbieter wieder – was glaubst du?
Auch ich, Max Degen, habe in meiner Anfangszeit als Trader das eine oder andere System getestet und ich bin immer wieder damit auf die Nase gefallen. Meistens war es so, dass ein Trading System eine Weile ganz gut funktionierte und dann aber früher oder später der totale Absturz kam.
Der automatische Handel hat sicher seine Vorteile, da z.B. der Trader als größte potentielle Fehlerquelle ausgeschaltet wird. Aber ich persönlich möchte da doch lieber die volle Kontrolle behalten und meine Trading Strategie selbst umsetzen.
Vielleicht geht es dir ja ganz ähnlich 🙂
Trader zu sein, ist mit konventionellem Trading bereits ein echter Traumjob – zumindest wenn man unterm Strich profitabel arbeitet. Ich finde, da muss man nicht auch noch die letzten Aufgaben an eine Maschine abgeben 🙂
Aber mache ruhig deine eigenen Erfahrungen. Es gibt – gerade im Forex Bereich – eine Menge Angebote. Wir von Querverdiener.com raten dir aber in jedem Fall dringend, die Systeme vorab auf einem Demokonto zu testen!
In diesem Sinne auf gute Trades,
Max Degen
